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FISKARS Unkrautstecher Test

Fiskars Unkrautstecher im Test

Seit einigen Jahren sind die neuen Unkrautstecher die neuen Stars unter den Gartenwerkzeugen. Und die Fiskars Unkrautstecher sind dabei die Top-Stars. Überall werden sie in großen Stückzahlen verkauft. Doch was ist dran an dem Hype? Wir haben den Fiskars Unkrautstecher Telescopic im Test über einem längeren Testzeitraum genau unter die Lupe genommen und dabei Höhen und Tiefen erlebt.

Fiskars Unkrautstecher Telescopic Testbericht

Fiskars Unkrautstecher mit SpatengriffWenn man im Bau- oder Gartenmarkt an den Fiskars Unkrautstechern vorbeikommt ist man automatisch fasziniert und angezogen. Doch als allererstes schreckt ein wenig der Preis.

Dann schaut man sich Geräte von anderen Herstellern an und landet dann doch meist wieder bei den Unkrautstechern von Fiskars. Aus diesem Grund haben wir uns einen solchen Stecher mal gekauft und in einem längeren Test die Funktion und vor allem die Qualität genauer angeschaut.

Der erste Eindruck ist einfach stark: Das Gerät, ein Fiskars W82 Unkrautstecher Telescopic, macht einen sehr massiven und hochwertigen Eindruck. Und schon bei den ersten Trockenübungen ist man begeistert von der simplen Funktion und fragt sich, ob das wirklich so einfach ist.

Da Fiskars auf eine Bedienungsanleitung fast verzichtet, abgesehen von ein paar Piktogrammen, kann man fast davon ausgehen, dass es so einfach ist wie vermutet. Also nichts wie in den Garten.

Die Testumgebung

Den Langzeit-Test führen wir auf einer 230m² großen Rasenfläche durch. Die Rasenfläche wurde im September/Oktober 2013 neu angelegt, dabei wurde auf eine professionelle Verdichtung des Bodens verzichtet. So haben wir auf der kompletten Fläche unterschiedlich harte Untergründe.
Verwendet wurde eine speziell schnellwachsende Samenmischung. Der Rasen wurde das erste mal im Februar 2014 gemäht, vorher fand keine Bearbeitung oder Pflege der Rasenfäche statt.

Der Praxis-Einsatz

Im Garten agekommen haben wir auf unserer Rasenfläche schon im Februar viel Unkraut entdeckt darunter viel Löwenzahn, Ackerkranzdisteln, Wegerich und den krausen Ampfer. Das sind natürlich die Rasenunkräuter die am schwierigsten zu entfernen sind, die man aber auch am liebsten oder schnellsten los haben will.

Und die Anwendung ist wirklich so einfach wie anfangs vermutet: Man sticht in den vermuteten Mittelpunkt der Unkrautpflanze, dabei kann man mit den Händen sowie mit einem Fuß auf dem Fußraster nach unten drücken bis die 4 Stahlzinken komplett in der Erde sind. Dann neigt man den Unkrautstecher einfach auf die Seite und zieht ihn wieder aus der Erde und im besten Fall hat man die komplette Pflanze samt der sehr langen Wurzel. Das ist alles. Und nach einigen erfolgreichen Versuchen finden wir dabei soviel Spaß, dass nun jede paar Tage für ca eine halbe Stunde der Fiskars Unkrautstecher zum Einsatz kommt. Dazu aber später mehr.

Technische Daten

  • 99-119cm Höhe
  • 4 Edelstahl-Krallen & Hebelfunktion
  • einfacher Auswurf
  • 5 Jahre Garantie

Funktionsprinzip

Das Funktionsprinzip des Fiskars Unkrautstechers ist so simpel wie genial und effektiv. Die 4 Stahlkrallen aus Edelstahl werden so tief wie möglich um die Pflanze (also im vermuteten Zentrum) in den Boden gestochen. Durch das Neigen greifen diese 4 Krallen die Unkrautpflanze im Boden fest und können dann ganz einfach herausgezogen werden.

UnkrautDer integrierte Auswurf ist dabei genauso genial und einfach zu handhaben, dass es einfach Spaß machen muss. Wenn man nämlich den Schiebegriff nach unten schiebt werden die 4 Zinken wieder gelöst und die Pflanze durch eine Schiebefunktion ausgeworfen. So ist die Arbeit einfach simpel.

Einfach mit einem großen Eimer durch den Garten ziehen, Unkräuter ausstechen und in den Eimer verfrachten. Alles im Stehen, ein Bücken ist einfach nicht mehr nötig.

Doch zeigen sich nach geschätzten 10 Stunden Unkrautstechen dass der Fiskars Telescopic Unkrautstecher auch seine Schwächen hat.

Schwächen, Defekte & Service-Leistungen

Wie schon angesprochen ist nach einigen Stunden Arbeit eines der Kunststoffteile (Knopf an der Verbindung zwischen Schiebegriff und Auswurf) gebrochen und machte so den Auswurf nicht mehr möglich.
Das ist vor allem deshalb sehr ärgerlich, weil der Unkrautstecher ansich sehr solide gebaut ist und einen sehr stabilen Eindruck macht.

Doch die verwendeten Kunststoffteile lassen zuerst irgendwie die Vermutung aufkommen, Fiskars hat hier mit Absicht Schwachstellen bzw. Sollbruchstellen eingebaut. Das bewahrheitet sich aber unserer Meinung nach nicht, da der Fiskars-Service uns auf telefonsiche Nachfrage anstandslos ein Ersatzteil-Paket bestehend aus diesem Auswerfer und den Stahl-Krallen zugesendet hatte. Zwar mussten wir die „Reparatur“ bzw. den Austausch der Bauteile selbst vornhemen, doch die mitgelieferte Anleitung machte das im Endeffekt zum Kinderspiel.

Fiskars Telescopic Unkrautstecher Test-Fazit

Fiskars W82 geneigtSo muss Unkrautstechen gehen. Einfach, Schnell, Sauber und Einfach. Der Fiskars Unkrautstecher macht einfach Spaß und bietet bei der Rasenpflege den Luxus im Stehen alle problematischen Rasenunkräuter mit wenigen Handgriffen und vor allem ohne Chemie und Unkrautvernichter los zu werden.

Dass der Unkraut-Stecher zwischendurch kaputt gegangen ist und ohne Hilfe des Ersatzteil-Service von Fiskars nicht mehr funktionsfähig gewesen ist trübt etwas die Begeisterung.

Aber wir schauen optimistisch in die Zukunft, denn die 5-Jahres-Garantie sollte ein wenig Sicherheit bieten, sollte der Unkrautstecher nochmals in die Brüche gehen.

About Uwe

Uwe ist Autor und Gründer der Heimwerkerbude - Hauptsächlich für die Bereiche Schnäppchen, Testberichte und Umzug zuständig.

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