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Geld sparen im Haushalt: Die 10 größten Energiespar-Irrtümer

Energiesparen dem Geldbeutel und der Umwelt zuliebe ist sinnvoll und notwendig. Doch bei der Frage, wie das im Haushalt am besten geht, ist die Unsicherheit sehr groß. Es halten sich sogar sehr hartnäckig große Irrtümer in Sachen Energiesparen im Haushalt.
Den meisten Menschen ist nämlich gar nicht bewusst, wieviel man heute im Haushalt Energie sparen kann, wenn man einige Dinge beachtet und moderne Haushaltsgeräte im Einsatz sind. Wir klären deshalb über die 10 größten Energiespar.Irrtümer auf:

Irrtum Nr. 1: Wäschetrockner sind Energiefresser

Falsch. Zumindest seit viele Hersteller vermehrt auf Wärmepumpentechnik in Wäschetrockner setzen.
Solche modernen Wäschetrockner arbeiten dank der Wärmepumpe besonders effizient, indem sie die Wärme aus der Abluft nutzen. Die neuesten Wäschetrockner erreichen mit dieser neuen Technologie problemlos die neuen besten Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++. Die besten konventionellen Wäschetrockner sind lediglich mit Effizienzklasse B erhältlich.
Und genau hier ist das Einsparpotential riesengroß: Wäschetrockner mit Wärmepumpentechnik verbrauchen im Vergleich zu herkömmlichen Kondensationstrocknern bis zu 70% weniger Energie.

Irrtum Nr. 2: Wäsche wird nur bei hohen Temperaturen richtig sauber

Es ist ein Reflex aus unserer Kindheit: Schon Mutter hat die Wäsche immer besonders heiß gewaschen um sie sauber zu bekommen. Aber das ist überholt.
Normal verschmutzte Wäsche wird auch schon bei niedrigen Temperaturen sauber. Oft reichen schon 40°C statt 60°C oder 30°C statt 40°C als Einstellung bei Waschmaschinen.
Bei leicht verschmutzter Wäsche reicht meist sogar 20°C und Bettwäsche bzw. Handtücher müssen heutzutage nicht mehr gekocht werden. Das spürt man sofort in der Haushaltskasse, denn ein 95°C-Waschgang benötigt mehr als doppet so viel Energie wie eine 60°-Wäsche.
Und die Wäsche wird trotzdem sauber, dafür sorgen zum einen die heutigen Waschmittel die Enzyme als Fleckenlöser verwenden, zum Anderen arbeiten moderne Waschmaschinen dank fortschrittlichster Technik extrem effizient und bieten durch eine Vielzahl von Waschprogrammen für jeden Bedarf immer die optimale Waschkraft.

Irrtum Nr. 3: Waschmaschinen verbrauchen bei längeren Programmen mehr Energie

Falsch. Waschmaschinen mit Eco- und Energiesparprogramme benötigen auch bei langen Waschprogrammen nicht mehr Strom. Das liegt daran, dass sie nur sehr kurze Zeit auf hoher Temperatur laufen und ansonsten kaum Energie verbrauchen. So sind sie deutlich sparsamer als gedacht.
Außerdem ist die Drehbewegung der Trommel bei solchen Energiesparprogrammen meist niedriger, der Temperaturabfall von Wäsche und Wasser ist dadurch geringer, so muss die Heizung nur wenig zusätzliche Energie aufwenden, um erneut die richtige Temperatur zu erreichen.
Im Vergleich zu normalen Waschprogrammen lassen sich somit bis zu 40% Energie einsparen.

Irrtum Nr. 4: Vereisungen im Gefrierschrank sind nicht schlimm

Doch, sie kosten eine Menge Energie. Da Lebensmittel Feuchtigkeit abgeben, die dann bei Minusgraden gefriert und zu Vereisungen führt.
Diese Eisschicht wirkt wie Dämmmaterial und erhöht den Stromverbrauch, bei 1cm Reifansatz steigt so der Stromverbrauch um etwa 50%.
Hochwertige Gefrierschränke wirken dem mit der NoFrost-Technik entgegen. Dabei wird das Gefriergut wird mit gekühlter Umluft eingefroren. Dabei wird die Feuchtigkeit kontinuierlich nach außen abgeführt. So bleibt Gefrierraum wie auch das Gefriergut eis- und reiffrei. Dann entfällt auch das lästige Abtauen.

Irrtum Nr. 5: Der Standort eines Kühlschranks ist egal

Nein, der Standort entscheidet mit, wieviel Energie der Kühlschrank benötigt um auf die eingestellte Temperatur zu kühlen. Denn grundsätzlich gilt: Je kühler der Standort, desto geringer der Stromverbrauch.
Wenn man die Raumtemperatur um nur 1°C senkte (z.B. von 21°C auf 20°C), sinkt der Stromverbrauch bei Kühlgeräten um etwa 6%, bei Gefriergeräten um rund 3%.
Außerdem sollte man darauf achten, dass man solche Geräte möglichst weit von Wärmequellen wie Heizung oder direkter Sonneinstrahlung stellt. Und die vom Gerät erzeugte Wärme muss ungehindert abgeleitet werden, deshalb sollten Lüftungsgitter und Lüftungsschlitze nie verdeckt sein. Auch sollte man darauf achten, dass diese ein- bis zweimal im Jahr von Staub befreit werden.

Irrtum Nr. 6: Je kühler der Kühlschrank, desto länger halten die Lebensmittel

Auch Kühlschränke der sparsamsten Energieeffizienzklasse A+++ verbrauchen unnötig viel Strom, wenn sie falsch bzw. zu niedrig eingestellt ist. Für die allermeisten Lebensmittel reicht die ideale Lagertemperatur von 5 – 7°C.
Es gibt aber auch Lebensmittel, die sollten etwas kühler gelagert werden. Wer also Kühlschrankabfall vermeiden will, sollte sich deshalb für ein Mehr-Zonen-Kühlschrank mit so genannten Kaltlagerfächern entscheiden. Solche Geräte bieten die optimalen Lagerbedingungen auch für Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Milchprodukte, Fleisch und Wurstwaren. Diese bleiben dann in der niedrig temperierten Zone knapp über 0 Grad bis zu dreimal länger frisch als im normalen Kühlbereich.
Elektronisch gesteuerte Kühlschränke verfügen außerdem über je einen Temperaturfühler pro Kühlzone. So kann die eingestellte Temperatur exakt eingehalten werden.

Irrtum Nr. 7: Bei funktionierenden Kühlschränken lohnt sich der Austausch nicht

Auch wenn der alte Kühlschrank noch einwandfrei funktioniert, gibt es Gründe diesen zu ersetzen.
Denn weil Kühl- und Gefriergerät rund um die Uhr laufen, ist das Einsparpotential besonders hoch.
Am effizientesten und sparsamsten sind Geräte der Klasse A+++. Diese verbrauchen beispielsweise heute rund 70 Prozent weniger Strom als ein Gerät Baujahr 2000. Aufs Jahr hochgerechnet liegt das Einsparpotenzial dann bei rund 80 Euro. Außerdem bieten moderne Geräte dank moderner Elektronik auch in punkto Komfort viele Annehmlichkeiten.

Irrtum Nr. 8: Geschirrspülen mit der Hand ist sparsamer als mit der Geschirrspülmaschine

Falsch, die Spülmaschine ist fast immer sparsamer als das Spülen von Hand. Besonders effizient arbeiten Spülaschinen, wenn sie voll beladen ist und das Geschirr nicht unter fließendem warmen Wasser vorgespült wurde. Dadurch wird unnötig Wasser und Energie verschwendet.
Es reicht völlig, das Geschirr vor dem Einräumen in die Maschine von groben Essensresten zu befreien und diese im Mülleimer zu entsorgen.

Irrtum Nr. 9: Vorheizen des Backofens ist Pflicht

Falsch, bei den meisten Speisen kann auf das Vorheizen des Backofens verzichtet werden. Lediglich bei einigen wenigen Ausnahmen wie bei der Biskuitrolle oder bei Pizza mit dünnem Boden sollte der Backofen wirklich vorgeheizt werden.
Bei allen Heißluft- oder Umluft-Backöfen sorgt die bewegte Luft für ein verhältnismäßig schnelles Aufheizen des Garraums, Vorheizen ist deshalb nicht erforderlich.
Auch beim Grillen empfiehlt es sich, das Grillgut gleich einzuschieben, damit die Infrarotstrahlung voll ausgenutzt werden kann.

Irrtum Nr. 10: Bei kurzen Garzeiten braucht man keinen Deckel auf den Topf

Auf jeden Topf passt ein Deckel, und dieser sollte auch benutzt werden. Auch bei kurzen Garzeiten, wie zum Beispiel beim Eierkochen, spart diese Methode rund die Hälfte an Energie. So kann nur wenig Dampf und damit Energie entweichen.
Das unnötige „Topfgucken“ sollte man ebenfalls vermeiden, Glasdeckel oder Kochgeschirr mit Kochanzeige helfen dabei diese energiefressende Unart zu minimieren.

About Uwe

Uwe ist Autor und Gründer der Heimwerkerbude - Hauptsächlich für die Bereiche Schnäppchen, Testberichte und Umzug zuständig.

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One comment

  1. Franziska Burghardt

    Hallo,
    toller Artikel, stimme allen Punkten zu. Ich persönlich finde, dass man sofort die Stromfresser ausfindig machen sollte. Selbst Geräte die ausgeschaltet sind bleiben im Standby Modus minimal aktiv und verbrauchen saftig Strom. Mit einer guten Steckdosenleiste wie hier beschrieben: http://www.derneuemann.net/steckdosenleiste-geld-sparen/4872 , die gar nicht teuer ist lässt sich bereits sehr gut Strom sparen. Unbedingt die alten Lampen durch LED ersetzen. Der nächste Tipp, wäre es teure Säfte durch Verdünnungssäfte zu ersetzen und dadurch mehr aus seinem Getränk herauszuholen ohne ständig schwer schleppen zu müssen. Selbst beim Kaffee am Morgen, wenn einiges noch übrig bleiben sollte, könnte man ihm im Laufe des Tages mit ein paar Eiswürfel als Erfrischungsgetränk einsetzen. Auch die Waschmaschine eignet sich sehr gut zum Stromsparen, einfach immer voll machen, um nicht ständig ein neues Programm bei geringer Anzahl von Bekleidung einschalten zu müssen. Im schlimmsten Falle einefach den Stromanbieter wechseln, hilft auch oft.
    Gruß

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